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Wasserabsenkung wegen Reparaturarbeiten am Stauwehr  

Im Halterner Stausee wurde der Wasserstand in der Zeit vom 22.8.01 bis 24.8.01 um ca. zwei Meter gesenkt. Grund für die Wasserreduktion seien notwendige Reparaturarbeiten am Stauwehr und im Tostbecken. Diese Reparaturarbeiten müssten in den Sommermonaten erfolgen, da in dieser Zeit mit dem geringsten Niederschlägen zu rechnen sei, so die Einschätzung von Friedrich Reh vom Wasserwerk der Gelsenwasser AG in Haltern. Die Reparaturarbeiten wären in ca. sechs Wochen beendet (ca. Anfang Oktober). Ökologische Schäden seien durch diese Absenkung in sehr kurzer Zeit nicht zu befürchten. Die betroffenen Uferregionen seien hauptsächlich mit Steinen befestigt, auf denen zur Zeit lediglich Muscheln vorhanden wären, so die Einschätzung von Burkhard Westphal von der Westfälischen Wasser-und Umweltanalytik in Gelsenkirchen

Öffentlichkeitsarbeit:

Eine Absenkung des Wasserspiegels sei laut Wasserecht bis zu 6,50 Meter durch den Betreiber eines Stausee erlaubt, ohne die zuständigen Interessengruppen (z.B. Naturschutzverbände, Sportvereine etc.) einzubeziehen. Eine Unterrichtung der Öffentlichkeit wäre in ausreichende Maße über die regionalen Medien erfolgt, sagte Reh. Auch die am Halterner Stausee ansässigen Segelclubs hätten eine entsprechenden Pressemitteilung erhalten. Im Gegensatz dazu wurde diese Pressemitteilung im Internet auf der Seite der Gelsenwasser AG und in den Online-Archiven der entsprechenden Tageszeitung nicht veröffentlicht. Für die Paddler und Schwimmbadbenutzer kam diese plötzliche Wasserverminderung völlig überraschend. Entsprechende Erklärungen fehlten in den Bootshäusern und im Schwimmbad. Die Paddler können vorhandene Stege nicht mehr benutzen, die Boote müssen über eine längere Strecke getragen und der Einstieg ins Boot kann nur im modrigen, schlammigen Untergrund gewagt werden,für ältere Paddler unzumutbar.

Durch das Absterben der Muscheln und einiger Pflanzen im Uferbereich entsteht zudem ein sehr unangenehmer Geruch. Die Muscheln, die durch die Absenkung des Wasser nun im Schwimmerbereich des Strandbades sichtbar werden, stellen eine große Gefahr für die Schwimmbadgäste dar, da die Muscheln sehr scharf sind und die Füße verletzen können.
 

 

Saugbagger:

Durch die Absenkung des Wasserspiegels würde der zur Zeit auf dem Stausee schwimmende Saugbagger keine tieferen Sandschichten als vorgeschrieben abbauen, so Reh weiter. Das Landesobergamt würde die Tiefe des Sandabbaus auf dem Grund des Halterner Stausees durch einen unabhängigen Vermesser überprüfen, erläuterte Reh. Erlaubt ist der Abbau bis zu einer Tiefe von 15 Metern.
 

 

Kontakte:

 

Dr.rer.nat.Burkhard Westphal

Westfälisches Wasser-und Umweltanalytik GmbH
 

Gelsenwasser AG


 
 
 
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