Neue Rheinische Zeitung:
Interview mit Soddemann(pdf) Studie:
Influenzaviren und Trinkwasser (pdf)
Studie: Influenza
in Deutschland: Als Zoonose durch Trinkwasser übertragbar ? (pdf)
Buch-Suche: Viren
im Trinkwasser
Buch: Viren
im Trinkwasser
News: Trinkwasser
und Viren
- Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (dvgw)
- 19.04.2006 Umweltbundesamt: Trinkwasser und Aviäre Influenza A/H5N1T
(pdf)
- 19.04.2006 Umwelbundesamt:Keine
Gefahr für Trinkwasser aus den öffentlichen Leitungsnetzen durch Vogelgrippe
(pdf)
- 04/2007 Enteropathogene Viren in Rohwässern (Oberflächenwässern) und
in der Wasseraufbereitung (html),
erschienen in: wvgw
Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH - energie |
wasser-praxis Quelle: Heft 4-2007 (April 2007)
Situation in Haltern
am See
Mail an Gelsenwasser
(Trinkwasserproduzent in Haltern am See) 16.11.09
Fragen:
1. Wie werden Viren in der Trinkwasseraufbereitung der Gelsenwasser
AG entfernt?
2. Können Sie eine Übertragung von Influenza Viren durch das von der
Gelsenwasser AG aufbereitete Trinkwasser ausschließen?
Antwort, erhalten am 20.11.09
"Viren sind
ubiquitär in allen Lebensbereichen vorhanden. Im Trinkwasser relevant
sind ausschließlich Viren, die aus Fäkalien und Abwasser
stammen.
Influenza Viren gehören nicht zu dieser Kategorie.
Nr dann, wenn in
Deutschland anerkannte Regeln der Technik und Anforderungen der Trinwasserverordnung
bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb
der Wasserversorgungsanlagen nicht beachtet wurden, konnten in den vergangenen
Jahrzehnten Erkrankungen aufgrund von Viren (fäkalen Ursprungs)
im Trinkwasser nicht ausgeschlossen werden.
Selbstverständlich
werden im Wasserwerk Haltern die genannten Anforderungen erfüllt.
Das Wasser aus der Talsperre wird über große offene
Langsamsandfilter versickert. Dieses Verfahren ist gegenüber Viren
sogar noch effizienter als gegenüber Bakterien.
Erst nach einer Untergrundpassage von mehreren Wochen wird das Grundwasser
des Werkes Haltern gefördert. Es erfüllt die Anforderungen
der
Trinkwasserverordnung ohne Desinfektion.
Wir sind daher überzeugt,
dass eine Übertragung von Influenza-Viren durch das Trinkwasser
aus Haltern ausgeschlossen ist."
20.11.09 Wilfried
Soddemann zur Antwort von Gelsenwasser
" bei der Schweinegrippe scheiden unstreitig etwa 35% der Infizierten
Influenzaviren über Erbrochenes und/oder Durchfall aus.
Damit ist der Weg Abwasser - Gewässer - Trinkwasser - Menschen gegeben.
Bei unseren Wasserwerken werden regelmäßig nicht die Regeln der Technik
eingehalten
(WHO
Trinkwasserrichtlinie 2004 3. Edition, USA Ground Water Rule).
Unsere Virus-Eliminationsleistungen liegen jeweils um 4 log-10 Stufen
(10.000-fach) unter den dort geforderten Standards
(WHO Oberflächenwasser, USA Grundwasser).
Das Wasserwerk Haltern bringt bestenfalls 3 log-10 Stufen Viruselimination
< mindestens 4 log-10 Stufen, wenn man fälschlicher Weise von Grundwasser
ausgeht, sonst < mindestens 6 log-10-Stufen bei Oberflächenwasser.
Wenn die neu mit Sand befüllten, zuvor geschälten Becken das Wasser
liefern/versickern, sind die Filter noch nicht eingefahren ...
Partikel kann man technisch bis hinunter zu 1 µm zählen, aber keine
Noroviren mit 30 nm oder Influenzaviren mit 100 nm.
Wie will die Gelsenwasser AG messen, dass das angewandte Verfahren bei
Viren besser ist,
als bei den dicken fetten Bakterien (Escherischia Coli Länge von 2-4
µm, Durchmesser von 1 µm)?"