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Gästebucharchiv: Name: Klaus Büchi Am 21.08.04 wurde das Schwimmbad des Halterner
Stausees (Germany, NRW) geschlossen. Grund: Starkes Algenwachstum. Am 24.08.04 erhielt ich folgende Antwort
von der Gelsenwasser AG: Die Algenzusammensetzung in einem Gewässer ist das Ergebnis einer bestimmten Wasserqualität und weiterer Wachstumsbedingungen (Nährstoffe, pH-Wert, Temperatur, Licht, Durchmischungs-, Strömungsverhältnisse etc.). Die Algen selbst belasten das Wasser dann ggf. indirekt (z. B. Massenentwicklungen) durch die Abgabe von Produkten des Zellstoffwechsels. Diese Substanzen werden im Rahmen des natürlichen Selbstreinigungsprozesses in aller Regel relativ schnell wieder abgebaut. Zu 1.1
Zu 2.Nein Zu 2.1./2.2. Keine Zu 3.
Im Allgemeinen ist in unseren Gewässern die Konzentration des Nährstoffes Phosphor der wichtigste wachstumsbegrenzende Parameter für Algen. Die Phosphorkonzentrationen haben sich in den Zuflüssen zu den Talsperren Hullern und Haltern in den letzen Jahren zwar deutlich verringert, sie sind für langanhaltende Algenblüten aber immer noch ausreichend hoch. In wieweit in einem bestimmten Jahreszeitraum und ob im einen oder anderen Jahr überhaupt eine verstärkte Algenvermehrung auftritt, lässt sich nicht vorhersagen, sondern hängt von den übrigen genannten Randparametern ab. Zu 4. Für Rückfragen stehen wir Ihnen
natürlich gern zur Verfügung. Heidrun Schneider
Am 24.08.04 hat die Stadt Haltern auf meine Anfrage wie folgt geantwortet: Sehr geehrter Herr Büchi,
zu 1. In der Presse war in den letzten Tagen stets von Blaualgen die Rede.
zu 2. Laut Aussage Gelsenwasser wirken die Algen nur über den direkten Kontakt. Im Trinkwasser sind die Algen bei Test nicht nachgewiesen worden.Das Trinkwasser wird ja auch nicht direkt dem Stausee entnommen, sondern nach intensiver Filterung durch Sandschichten aus Filterbecken.
zu 3. Das starke Algenwachstum ist auf das Vorhandensein überreichlicher Nährstoffe zurückzuführen, die durch starke Regenfälle im Frühjahr und dadurch angeschwemmte Düngemittel über Stever und Mühlenbach in den See gelangten. Die intensive Sonneneinstrahlung ließ ein starkes Algenwachstum eintreten. Eine Absprache über die Schließung des Seebades mit der Stadt Haltern am See -auch in der Badesaison - muss nicht erfolgen. Das Bad wird von der Seegesellschaft betrieben, die allein darüber entscheidet, wann sie ihr Bad öffnet und wann nicht. Eine formelle Erlaubnis zum Öffnen oder Schließen eines Bades gibt es nicht. Im übrigen dürfte bei den Temperaturen der letzten Tage der Andrang zum Seebad ohnehin gegen Null tendieren.
Mit freundlichen Grüssen Heinz Kallhoff Stadt Haltern am See Bürgermeisterbüro Name: Klaus Büchi
Diskussion zum Thema: Newsgroup: de.sci.biologie WAZ: 30.08.04: Grüne sorgen sich um Stausee-Wasser |
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